Nation und Geschlecht – Warum sich Gleichstellungspolitik nicht selbst überflüssig macht

Vor dem Gesetz in Deutschland sind „Mann“ und „Frau“ gleich. Nahezu alle Gesetze sind geschlechtsneutral formuliert. Seit Dezember 2018 gibt es einen dritten Geschlechtseintrag „divers“ sowie die Möglichkeit, die Geschlechtsangabe offenzulassen. Darauf hatte das Bundesverfassungsgericht die Politik verpflichtet – und sogar angeregt, auf die Kategorie Geschlecht ganz zu verzichten. Die Bundesregierung hat jedoch diese Möglichkeit gar nicht erst erwogen und sich schon mit der dritten Geschlechtskategorie schwer getan. Es scheint so, als ob die Politik bei all ihrer Gleichstellungspolitik „Mann“ und „Frau“ und deren vermeintlichen Unterschiede zu schätzen weiß. In diesem Workshop wollen wir mit euch diskutieren, warum – trotz rechtlicher Gleichberechtigung, Wahlfreiheit und staatlichem Gender Mainstreaming – es in der gesellschaftlichen Positionierung einen Unterschied macht, ob und wenn ja, in welches Geschlecht eine Person sortiert wird. Insbesondere werden wir den Fragen nachgehen, wie die Lage von denen ist, die als Frauen einsortiert werden, welche Rolle dabei die „deutsche Nation“ spielt, wiesich die Parteien von den Grünen bis zur AfD zur Genderfrage stellen und welchen Einfluss staatliche Regulierungspolitiken haben.

Termine

  • auf der Tagung „Geschlechter-Verhältnisse“ am 16. März 2019 in Freiburg
  • in der Polit-Kneipe des AStA Hamburg am 6. Dezember 2018
  • ams-Camp in St. Georgen (Schwarzwald), 16.-19. August 2018
  • in Braunschweig unter dem Titel „Ein deutsches Jubiläum: „100 Jahre Frauenwahlrecht“ – 100 Jahre Sexismus.“ Zum Verhältnis von Nation und Gender in der BRD, am 06. Juni 2018
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